Masleniza ist eines der ältesten Frühlingsfeste und trägt einen tiefen archaischen Symbolgehalt in sich. In ihrer künstlerischen Arbeit begreift Yulia Lada Ostwind dieses Fest als kulturellen Code und arbeitet bewusst mit Archetypen, die im kollektiven Gedächtnis verankert sind.
Die im Rahmen des Festes gezeigte Bildserie widmete sich diesen archetypischen Bildern – nicht als folkloristische Illustration, sondern als zeitgenössische künstlerische Übersetzung uralter Bedeutungen.
Durch angeleitete Horowody wurde die Ausstellung um eine körperlich-rituelle Ebene ergänzt: Bewegung, Kreis und gemeinsamer Rhythmus machten Archaik unmittelbar erfahrbar. Kunst, Tanz und Gesang verbanden sich zu einem lebendigen Raum, in dem Tradition nicht bewahrt, sondern gelebt wurde.
Mitten im Herzen Berlins wurde Masleniza zu einem lebendigen Fest der Begegnung, der Erinnerung und der gemeinsamen Freude. Organisiert von VIR.de, zeigte dieses uralte, heidnische Frühlingsfest eindrucksvoll, wie kraftvoll lebendige Traditionen Menschen bis heute verbinden können. Die Veranstaltung war liebevoll und professionell gestaltet – mit offenen Armen, herzlicher Atmosphäre und großer Aufmerksamkeit für Details.
Im Rahmen des Festes präsentierte die Künstlerin Yulia Lada Ostwind eine eigens geschaffene Bildserie zum Thema Archetypen. Ausgehend von Masleniza als kulturellem Code setzte sie sich mit archaischen Bildern und kollektiven Symbolen auseinander, die tief im kulturellen Gedächtnis verankert sind. Die Ausstellung fügte sich organisch in das Festgeschehen ein und stieß bei den Besucher:innen auf großes Interesse.
Um Kunst, Körper und Tradition miteinander zu verbinden, leitete die Künstlerin gemeinsam mit den Gästen Horowody – traditionelle Kreistänze, wie sie seit jeher zu Masleniza gehören. Bewegung, Gesang und gemeinsames Erleben verwandelten den Platz in einen offenen Raum des Miteinanders, in dem Freude, Rhythmus und Gemeinschaft spürbar wurden.
Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt des Ensembles Ostrov. In wunderschönen, authentischen traditionellen Kostümen nach alten Schnitten – reich an Details und Geschichte – präsentierten sie Volkslieder, Tänze und mitreißende плясовые. Ihre Darbietung begeisterte das Publikum und verlieh dem Fest Tiefe, Lebendigkeit und kulturelle Authentizität.
Nicht zuletzt trugen auch die kulinarischen Genüsse zur besonderen Stimmung bei: frisch gebackene, köstliche Blini, wärmender Suppe und ein duftender Himbeerkompott machten Masleniza zu einem Fest für alle Sinne.
So zeigte sich Masleniza als lebendiges Kulturerlebnis im Zentrum Berlins – ein Ort, an dem alte Rituale weiterleben, Menschen zusammenkommen und Gemeinschaft durch Kunst, Bewegung, Gesang und gemeinsames Feiern entsteht. Organisiert von WIR.de
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